Analoge Fotografien, aufgenommen während einer dreimonatigen Reise durch Indien im Jahr 1996. Straßenszenen, Tempel, Verkehrsmittel, Märkte, Menschen und alltägliche soziale Situationen erscheinen als dichte Beziehungsgeflechte.
Diese Archivgruppe versammelt analoge Fotografien, die 1996 während einer dreimonatigen Reise durch Indien entstanden sind. Unter der Lesart "Soziale Systeme" erscheinen die Bilder nicht als klassische Reisebeobachtungen, sondern als frühe visuelle Untersuchung von Alltag, Dichte, Bewegung, Arbeit, Ritual und öffentlichem Raum.
Die Reise nach Indien wurde damit zu einem wichtigen Erfahrungsfeld. In den Straßen, Märkten, Tempeln, Verkehrssituationen und Begegnungen zeigte sich Gesellschaft nicht als abstrakter Begriff, sondern als sichtbare Ordnung: als Geflecht aus Körpern, Gesten, Wegen, Blicken, Handlungen und räumlichen Beziehungen. Die Fotografien markieren einen frühen Moment, in dem sich mein Interesse an sozialen Systemen, kollektiven Verhaltensformen und der Struktur öffentlicher Situationen herausbildete.
Aus heutiger Sicht lassen sich diese Bilder als Vorläufer späterer Arbeiten lesen. Sie zeigen bereits ein Interesse daran, wie Menschen Räume bilden, wie Bewegung soziale Ordnung erzeugt und wie individuelle Handlungen Teil größerer Zusammenhänge werden. Die Kamera richtet sich dabei nicht nur auf einzelne Motive, sondern auf Situationen, in denen Gesellschaft als Bildstruktur sichtbar wird.














































































